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Anekdoten 6

Erwin Weichert und der Funk AG Schaukasten

 

 Ich kann nicht mehr genau sagen, warum wir Erwin Weichert ärgern wollten. Das ist auch nicht wichtig, denn wir waren der felsenfesten Überzeugung, immer einen ständigen Grund zu besitzen, um ihn zu ärgern. Im Nachhinein betrachtet, waren wir abgrundtief schlecht zu dem armenMann, der heute übrigens sehr einfach aufzusuchen ist. Er liegt nämlich auf dem Manforter Friedhof begraben , direkt am Weg von der Friedhofskapelle zum hinteren Eingang. (Krekeler Straße?). Wenn man vom Haupteingang Manforterstraße über die Kapelle zu dem hinteren Eingang blickt, dann ca. hundert Meter vor diesem Nebenein/ausgang ,links des Wegs. Aber zurück zum Thema:

 Es sollte ein richtiger Knaller sein, etwas, das ihn richtig auf die Palme bringen würde. Und nach einigem Überlegen kamen wir dann auf die richtige Idee: Wir klauten den kompletten Schaukasten der Funk AG mit allem Drum und Dran. Zunächst wurde er im obersten Stock im SMV-Raum "geparkt" (es war eine spontane Idee), dann ein paar Tage später unter Duldung des Haus- meisters (wie hieß er noch, der Nachfolger von August Görres??), zu mirnach Hause geschafft. Das muß ein tolles Bild gewesen sein: mit zwei,drei Mann von der Schule zum Vogelsfeldchen mit diesem Riesending unter den Armen ... . Ich weiß noch, dass sich der Hausmeister fürchterlich über Erwin Weichert geärgert hatte,weil dieser eines Sonntagmorgens um halbsechs mit einem Ölkännchen zur Schule kam ,um das quietschende Stahltor zum Schulhof zu schmieren und insofern ein Auge zudrückte. Nun war die Hölle los: Der Kasten war weg! Alle möglichen Leute wurdenverdächtigt, die Schule auf den Kopf gestellt, vom Keller zum Speicher wurde alles durchsucht: die Kunsträume, die Geräteräume der Turnhallen, der Auf- enthaltsraum der Putzfrauen, das Fundbüro der Stadt Leverkusen, Erwin waram Boden : DER KASTEN WAR EINFACH UNAUFFINDBAR!

 Zuletzt, nachdem meine Mutter mehrfach über das Hindernis geflucht hatte, wurde der Kasten dann wieder zurückgebracht und hing eines guten Tages, als wäre nie etwas gewesen, da, wo er immer gehangen hatte!  "Herr Weichert, der Kasten ist wieder da? Welcher Kasten?   Ach so, der von der Funk AG.  Wieso wiederda, war er denn weg ?????"

Quelle: Peter  Kahr, Abi 74

 

 "Beleidigt" oder " Alter Preuße" eine Anekdote, diewirklichen Seltenheitswert hat, weil sie

1. Aus der mittelbaren Nachkriegszeit stammt

2. Von einem der "Gründungslehrer" der Schule berichtet wurde

3. Im für Schülerohren verborgenen Lehrerzimmer stattfand

 

Arno Pallasch war der pünktlichste aller Lehrer.

Immer war er einer der ersten im Lehrerzimmer,

niemals kam später als eine Viertelstunde vor

Unterrichtsbeginn in die Schule.

Nun näherte sich die Zeit, dass er vom Studien-

assessor zum Studienrat befördert werden musste;

jeder der Kollegen konnte sich das an den fünf

Fingern abzählen.

Und dann begab es sich, dass er eines Morgens

tatsächlich fünf Minuten zu spät kam und derjenige,

der mir diese Geschichte viele Jahre später berichtete,

sagte voller Ernst in Anspielung auf Pallaschs Ver-

spätung:

"Nun ,lieber Herr Kollege, kann das aber so schnell

nichts mehr werden mit Ihrer Beförderung !"

Pallasch verteidigte zunächst vehement die Ursache

seiner Verspätung, voller Ernst. Dann erst erkannte er

den Scherz des rheinischen Kollegen und am Ende

hat er zwei Jahre mit demjenigen kein Wort mehr

gewechselt... .

Berichtet von Joseph Schüller, katholischem Priester

und Lehrer für kath.Religion, Latein und Hebräisch !

Ein echter Pauker und herzensguter Mensch - Gott

hab' ihn selig !

Quelle: Peter  Kahr, Abi 74

 

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