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Anekdoten 3

Statt besonderer Anzeige

 

Unser geschätzter Mitschüler,
Sündenbock und Unruhestifter

          WALTER ZABEL


ist nach kurzem, erfüllten Leben von uns gegangen.

Er hat es zu seinen Lebzeiten immer verstanden, den Bürokratismus unserer Schulverwaltung restlos durcheinanderzubringen.

IN STILLER TRAUER:
Die Schülerschaft

IN STILLER TRAUER UM IHR IMAGE:
Die Schulleitung

Die Beisetzung der Karteileiche erfolgte in aller Stille im Papierkorb des Sekretariats.

 

 

Quelle: -hw- (Christian-Heinrich Wunderlich), in: DER CEDIST Nr. 86, Dezember 1978, S. 8
(vgl. hierzu auch Anekdoten 1)

 

Wer zu spät kommt,
der braucht eine Entschuldigung

In der Oberstufe hatte jeder so seine Methode, sein zu spät kommen zu erklären.

Tony und Pille hatten als Jahrgangs-Senioren die Standard-Ausrede: „Ich mußte noch zum Straßenverkehrsamt“. Das wurde immer voll akzeptiert. Beim alten Schumacher versuchte ein oft rotbackiger, nicht so dominanter Schüler die gleiche Ausrede, kriegte einen Riesen-Anschiß, mußte sich spontan einer mündlichen Prüfung unterziehen und durfte sich mit einer 5 wieder setzen.

Die originellste Entschuldigung präsentierte allerdings Walter Giesler (denkt dran, das waren die 70er Jahre: Bunte Cord-Schlaghosen, Hippie-Outfit, lange Haare, cooles Gehabe):
Deutschunterricht bei Frau Pelzer. Die Tür geht auf und ...... keiner kommt rein.
Plötzlich kommt Walter im schwarzen Anzug (!) auf Knien über den Linoleum-Fußboden geschliddert, übergibt Frau Pelzer eine Blume und entschuldigt sich.
Sie war hingerissen!

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Der Tusch ... einmal anders

Biologie-Lehrer Funke:
„Ich tusch Dir jetzt einen, Du Blödmann!“

Quelle: Bernd Fröhlingsdorf, Abi 1978

 

Jawoll ...

Über Herrn Dr. Dietz (Deutsch) hieß es gerüchteweise, er sei früher ein Nazi gewesen.
In der 11.2 fühlte er sich in Philosophie wieder mal gestört (wer will es irgend einem Lehrer damals schon verdenken?) und herrschte einen schon älteren Schüler L. an, er solle gefälligst ruhig sein, woraufhin L. sofort kerzengerade aufsprang, die Hacken zusammenschlug, militärisch grüßte und zackig rief: „Jawoll, Herr Ober-Gauleiter!“ Da war Dr. Dietz echt sprachlos.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Tiefflieger

Deutschunterricht in der Quinta bei Dr. Dietz. Sommer. Schwüle Hitze. Unruhe.
Nachdem der Schüler Gunder Hermes in der ersten Reihe schon mehrfach (störend ) auf sich aufmerksam gemacht hatte, nahm Dr. Dietz dessen Tasche und warf sie mit voller Wucht an die Rückwand des Klassenraums, wo sie aufplatzte und der komplette Inhalt sich über die letzten Bänke ergoß. Gunder tobte, drohte mit dem Direktor - aber Dr. Dietz machte weiter, als wäre nichts geschehen.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Klein Erna ...

In der u2e (da waren wir schon ganz schon weit!) haben wir zu Karneval unseren Lehrer Herrn Wünsch überreden können, einmal über seinen Schatten zu springen und einen Witz zu erzählen. Nach einigen Wiegeschritten erklärte er sich dazu bereit und begann:
„Die Eltern von der kleinen Erna - die Klasse verzieht kollektiv das Gesicht) - hatten einmal Besuch und waren ganz stolz, daß ihre Tochter jetzt auf dem Gymnasium ist. Da sagt die Mutter: Erna, sag doch mal `Guten Abend´ auf Algebra!“ - (Die Klasse ist ganz still und wartet darauf, daß es weitergeht) -. Herr Wünsch reißt seinen Mund auf, läuft rot an und lacht sich tot, über seinen Witz, der schon zu Ende ist. Sein sowieso schon länglicher Kopf gibt dabei ein respektables Gebiß frei, so daß wir ein wieherndes Pferd vor uns sehen. Darüber schmunzeln einige.
Nach einiger Zeit beruhigt sich Herr Wünsch wieder und meint:
„Naja, den versteht Ihr noch nicht!“
So kriegt er doch noch seinen Lacherfolg.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Französisch oder tschechisch oder russisch oder was?

1968 kam als Lehrer Otto Oetz ans CD. Und in der ersten Französischstunde wurde nicht über frankreich gesprochen, sondern über den Einmarsch der Russen in die Tschechoslowakei. Und so ging das denn auch weiter mit dem (heute Alt-) Achtundsechziger. Er engagierte sich dann auch politisch in der damals existierenden Partei "adf" (Aktion Demokratischer Fortschritt). Das wurde dem Direx (Weingardt) dann doch zu bunt, und er flog ... bis ins Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Quelle: Klaus Wilmanns, Abi 1975

 

Sport I

Kurz vor unserem Abitur hieß es plötzlich, es gäbe einen neuen Erlaß, nach dem jeder Abiturient einen 3000m-Lauf in 20 Minuten zu absolvieren habe. Heute, als alter Sack lache ich darüber, aber damals? Wir sind doch jeden Meter gefahren. Sport war extrem uncool, die meisten hatten überhaupt keine Sportsachen mehr, da die Sport-Grundkurse ja von Mitschülern geleitet wurden (alles klar). Obwohl da ziemlich unwahrscheinlich klang und wahrscheinlich eine Verarschung von Paul „Panzer“ Perleberg war, haben wir das jedenfalls ernst genommen.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Sport II

Ich erinnere mich noch, als dutzende langhharige Typen in Jeans und Parka (!) um die Fritz-Jacobi-Anlage keuchten. Nach 500m fragte mich im Lauf jemand. „Eh, haste ma ne Lulle?“

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Nimm die Tür!

Die arme Madame Herman mußte in unserer u3e und o3e wirklich viel aushalten.
Als Französin hat sie die deutsche Sprache nicht so ganz beherrscht. So meinte sie, als sie einen störenden Schüler rausschmeißen wollte: „Fütterer, nimm die Tür!“ - worauf sich Tony auf den Weg machte und versuchte, die Tür aus den Angeln zu heben.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Weihnachtslieder

Es ist schon erstaunlich, welche Ausreden manche Lehrer entwickeln, wenn es darum geht, dem Leistungskurs zu erklären, warum die letzte Klausur nach rund acht Wochen immer noch nicht zurückgegeben werden kann. So geschehen im Erdkunde-LK des Abiturjahrgangs 1979 bei Frau Rigol-Modrow.
Wir hatten die Klausur geschrieben und fragten nun in schöner Regelmäßigkeit - und Leistungskurs hatte man dreimal pro Woche ! -, wann wir denn mit der Rückgabe und damit auch mit den Noten rechnen könnten. Und die Antwort - fast genauso stereotyp wie unsere Fragen - lautete: „Ich mußte mit meiner Tochter Weihnachtslieder üben.“ Dementsprechend bekamen wir die Klausur auch erst nach den Weihnachtsferien wieder.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Tadel

Auch die Klassenbuch-Einträge von Madame Hermann waren Klasse.
Hans Hochhaus (glaube ich) hatte einen Tadel bekommen. Eintrag: „Hochhaus zieht sich immer aus“. Tatsächlich hatte er lediglich seinen Pullover ausgezogen und darunter ein T-shirt, das aussah wie ein star-spangled-banner. Das war damals wohl zu „progressiv“.
Ein anderer Eintrag: „Hochhaus macht immer Musik“! Dabei hatte doch Herweg immer Ford Capri-Geräusche nachgemacht!

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Büdchen-Show

An unserem geliebten Büdchen, an dem sich CDG und LMG trafen, war eine scharfe Braut vom LMG, die wohl auch noch prominent und wohlhabend war.
Prompt erschien ein Angeber, auf den sich unser ganzer Neid stürzte. Der machte nicht nur mit ihr rum, sondern hatte auch ´ne nagelneue goldene Zündapp, einen teuren Ledermantel und ein auch sonst feines Outfit.
Als er zu Ende gemacht hatte uns sich von seiner Braut verabschiedet hatte, wollte er super-cool den Abgang machen. Alle Augen am Büdchen und gegenüber glotzten, als er statt per Kickstarter zu starten, seine Mühle lässig anschob. Leider hatte er aber zu feine Schuhe an.
In dem Moment, als die 6,25 PS zündeten, rutsche er mit seinen Tanz-Schühchen aus, was zur Folge hatte, daß sich sein Körper streckte und in Richtung Straße fiel. Durch diese Bewegung verstärkte sich der Dreh am Gasgriff und gleichzeitig der Zug am Lenker der beschleunigenden Karre, so daß er die Kupplung nicht mehr ziehen konnte.
Die Mühle wurde immer schneller, und er hing links neben ihr - immer noch den Lenker festhaltend und sich die hübschen Schuhe und den teuren Mantel abschleifend. Während der Indianer-Fahrt in Richtung CD-Mauer wurden seine Augen immer größer und sein Gesicht immer uncooler, weil er sich zu entscheiden hatte zwischen loslassen und auf die Schnauze fallen oder gegen die Mauer fahren. Er entschied sich fürs loslassen - und ich hatte die beste Büdchen-Show in neun Jahren.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

P.S.: An gleicher Stelle fuhr Jörg mal mit seiner Kreidler vom Bürgersteig nach der Schule richtung LMG. Leider hatte er vergessen, das Lenkradschloß auszurasten. War auch nicht schlecht.

 

Einfälle muß man haben ...

Wir haben Madame Hermann einmal eine Freistunde abgetrotzt, indem wir im Bayer-Kaufhaus ein paar Knoblauchzehen kauften und aßen. Nach nur fünf Minuten durften wir gehen.

Quelle: Michael „Micky“ Kloos, Abi 1976

 

Wer beleidigt hier wen?

Mitte der 79er kam - frisch von der Uni - ein neuer Lehrer an das CD-Gymnasium (dessen Name mir leider entfallen ist - wer ihn kennt, bitte melden).
Äußeres Merkmal: Sehr lange rote Haare.
Sonstiges Merkmal: Er bot uns Schülern sofort - im Nachhinein betrachtet: anbiedernd - das „Du“ an.
In der 11.1 gab er einen Deutsch-Grundkurs. Auf einen normalen, aber seiner Meinung widersprechenden Diskussionsbeitrag eines Schülers hin reagierte er - ausgesprochen unpädagogisch -  mit den Worten:
„Beleidige mich nicht, Du Arschloch!“
Wer hatte hier wen beleidigt? Am Halbjahresschluß gab es auch - trotz des „Du“ - äußerst miserable Noten. Und was lernen wir daraus (nicht für die Schule, sondern für das Leben)? Jemand, der Dir das „Du“ anbietet, muß noch lange nicht Dein Freund sein.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

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