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Anekdoten 1

CDU-Müller und die Krawatten

Der Deutschlehrer Heinrich „CDU“- Müller hatte immer ziemlich schrille Krawatten an - na ja, es waren halt auch die schrillen 70er Jahre. Unsere Mitschülerin Heike Laux begrüßte ihn eines Tages im Deutschkurs mit den Worten:
„Herr Müller, Sie sehen heute wieder aus, wie ein Papagei!“

Quelle: Harry Hartzke, Abi 1979                

 

Gebrauchslyrik eines Schülers und eines Lehrers

Dies ist nun schon der Arbeit Ende,
mehr kam leider nicht heraus,
aus Gehirn und Füller-Hände,
machen Sie sich nichts draus.
                            Sollten manche Fragen
                            in der Antwort kurz nur sein,
                            liegt dies an der Arbeit Thema,
                            Physik schlägt bei mir nicht ein.
Will ich nun die Arbeit enden,
nach dem Leitspruch steht mein Sinn,
ich weiß, es wird mal böse enden,
ein Glück, daß ich keine Ratte bin!
                                                            (Thomas Meier)

Ich war wirklich schwer betroffen,
denn der Stoff, der hier gefragt,
handelt auch von Polystoffen,
das Gedicht fand ich gewagt.
                            Kürze muß kein Nachteil sein,
                            denn bei mathemat’schen Fragen
                            finden Lehrer es oft fein,
                            sich nicht mit Längen rumzuplagen.
Um hier erfolgreich abzuschneiden
hätt’ ich benützet diese List,
die Kameraden auszuweiden,
ein Glück, daß Du keine Ratte bist.
                            Egal wie hier der Durchschnitt liegt,
                            ich kann das Schicksal Dir nicht wenden,
                            diesmal hast Du „Sechs“ gekriegt;
                            nun laß mich diese Zeilen enden.
                                                           (Helmut Burkard)

Zum Hintergrund der beiden obigen Gedichte von Schüler Thomas Meier und Lehrer Helmut „BoBo“ Burkard (beides verbürgt!!!):
Klassenarbeit! Thomas Meier fiel nicht viel ein. Um die Zeit rumzukriegen, schrieb er sein Gedicht unter die spärlichen Antworten.
BoBo hat sich bei der Korrektur der Arbeit dann die Zeit genommen, ebenfalls ein Gedicht zu verfassen, was er prompt unter die Original-Klassenarbeit setzte. Die „Sechs“ hat Thomas tatsächlich bekommen.
Das mit der Ratte muß noch erklärt werden („Ein Glück, daß ich keine Ratte bin bzw. „Ein Glück, daß Du keine Ratte bist“). Wir hatten kurz vor dieser Arbeit im Bio-Unterricht (BoBo) erfahren, daß Ratten bei Vitamin-E-Mangel schwul werden.
Ein Glück, daß wir keine Ratten sind ...

Quelle: Horst Lang, Abi 1976

 

Weicherts Macke

Der Lehrer Weichert brachte an jedem Teil,
das sein Eigentum war, ein Schild an:
Eigentum von Erwin Weichert, Wert: xxx DM,
selbst an einer Streichholzschachtel (Wert: DM 0,05!)

Quelle: Horst Lang, Abi 1976

 

Sprengkraft

Im Chemieunterricht bei „Ede“ Anhalt war Experimentieren angesagt. Irgendein langweiliger Farbstoffversuch stand auf dem Programm.
Ein Schüler (J.F.) fand in der Chemiesammlung die Flaschen mit Natriumazid und Bleinitrat, zählte eins und eins zusammen; damit war klar: Bleiazid - ein sehr empfindlicher Sprengstoff - würde entstehen. Schnell war der Farbstoffversuchsaufbau "leicht " abgeändert, und J.F. war verblüfft über den voluminösen weißen Niederschlag auf dem Filtrierpapier.
Inzwischen nicht nur verblüfft, sondern auch etwas verängstigt über das, was da so entstanden war „entsorgte“ er das Zeug durch einen kühnen Wurf aus dem Fenster auf den Schulhof.
Nach etwa einer Stunde - mitten im langweiligen theoretischen Teil des Unterrichts - wehte ein Windstoß (es war Sommer ) und drehte das Papier mit dem inzwischen getrockneten Bleiazid um, was ausreichte, dies zur Detonation zu bringen.
Ein scharfer lauter Knall direkt vor dem Fenster (dieses waren ja ebenerdig) weckte alle dösenden Schüler aus ihrem Schlaf, und „Ede“ Anhalt stand verdattert und erschrocken an der Tafel .Von uns Schülern wußte natürlich keiner, was los war.

Quelle: Tony Fütterer, Abi 1976 und andere

 

Oberschulräte sind auch nicht mehr das,
was sie mal waren ...

Der Musiklehrer Komorowski war völlig mit den Schülern überfordert, im Unterricht ging es drunter und drüber (falsche Gesänge, Kassettenrekorder lief etc.). Herr Komorowski brachte daraufhin seinen Vater (!!!) mit in den Unterricht und stellte diesen als „Oberschulrat“ vor. Dieser trat auch tatsächlich sehr streng auf und paßte auf uns auf, während sein Sohn am Flügel saß und ein Musikstück mit uns übte. Nach kurzem „Erfolg“ dieser Maßnahme war aber die Sache durchschaut - und das Tohuwabohu war von nun an nur noch schlimmer!

Quelle: Uwe Schwers und Tony Fütterer, Abi 1976

 

Musik und Geometrie -
nicht zu vereinbaren

Bei Musiklehrer Komorowski haben wir - Zwecks Boykottierung des Unterrichts - vor dem Musikunterricht einen metallenen Winkelmesser zwischen die Saiten des Flügels gespannt. Als dann Herr Komorowski auf dem Flügel etwas vorspielen wollte, klang das „gute Stück“ völlig verzerrt, und er konnte sich keinen Reim darauf machen!

Quelle: Tony Fütterer, Abi 1976

 

Ausgehängt

Vor dem Unterricht wurde die Tür zum Klassenzimmer ausgehängt und wieder lose im Rahmen angelegt. Frau Rossbach kam dann zum Unterricht und wollte die Tür öffnen - diese fiel dann krachend auf den Flur. Verletzt wurde niemand.

Quelle: N. Weitkemper, Abi 1976

 

Selbst- und Fremdsicht

Zum Ende des Schuljahres - es ging um die Versetzungen - wurde eine Mathearbeit in üblicher Weise zurückgegeben (die Hefte wurden nach Nennung des Namens und der Note mittels gezielter Wurftechnik dem Schüler überbracht).
Nachdem H.M. die Note 5 mitgeteilt worden war, dies aber zur Versetzung ausreichte (keine 6!), schnappte sich dieser seinen Tornister und warf ihn vor Freude senkrecht in die Luft. Da alle Augen auf H.M. gerichtet waren, konnten alle die Flugbahn des Tonis genau verfolgen: steil nach oben - gegen die Lampe -beide  zusammen wieder senkrecht runter; die Lampe zersprang unter fürchterlichem Getöse auf Tisch und Boden.
Einziger Kommentar des „Täters“, welcher von zahlreichen Zeugen inkl. Lehrer genau beobachtet worden war: „Das war ich nicht!!!!!!!“

Quelle: Guntram Fütterer, Abi 1975

 

Stromunfall Burkard

Stattgefunden hat dieser Unfall im Chemie-Raum im Keller.
Helmut „Bobo“ Burkard wollte einen Versuch mit Elektroden vorführen und geriet mit beiden Händen jeweils an eine dieser Elektroden, was zum Stromstoß führte. Nur auf Grund seiner Körperfülle hat dieser Stromfluß zu keinem gesundheitlichen Schaden geführt.
Die Schüler, eine Mittelstufe, dachte an einen Giftunfall (!) und verließ fluchtartig über die Fenster (Kellergeschoß) den Raum auf den Schulhof.
Ein Schüler versuchte Hilfe im Lehrerzimmer zu suchen (BoBo hing immer noch an der Strippe) und erreichte unseren (DKP)-Lehrer Kabitz. Diesem gelang es durch einen heftigen Schlag mit einem (nichtleitenden!) Fremdkörper einen Arm von der Elektrode zu trennen, was schlußendlich den Stromkreis unterbrach und BoBo das Leben rettete.

Quelle: Bobo selbst - aufgeschrieben von Horst Lang, Abi 1976

Bem.d.Ref.: Für mich überraschend, daß ein solch angehauchter Geschi-Lehrer so logisch handelt.

 

Postmortaler Doppelkopf

Zusätzlich ist mir noch eine Anekdote eingefallen. Allerdings ist diese postmortal:
Seit 1984 spielen 4 CDisten regelmäßig Doppelkopf. Jeder erste Samstag im November ist seit 1984 Spieltag. Gespielt wird reihum bei einem der Beteiligten. Bisher waren neben Leverkusen auch München, Bonn, Bad Soden, Frankfurt/Main und Bramsche die Spielorte. Gespielt wird immer das gleiche Spiel, d.h. der Punktestand vom Vorjahr wird weitergespielt! Fotos gibt es zu Hauf, vor allem eines, wo wir vier (Thomas Meier, Jürgen Weber, Jochen Rapp, Horst Lang) ziemlich doof vor der Kamera stehen. Bei Bedarf: TROMMELN!

Quelle: Horst Lang, Abi 1976               siehe Bilder 76

 

Postmortales Kennenlernen

Auch mir ist eine nette postmortale Geschichte passiert, zu der es verschiedene Zugänge gibt:
Von meiner Frau, Irene Kuron (Abi 1979), wußte ich, daß es einen Christoph Dornbusch - den ich nicht persönlich kannte - gegeben haben mußte, der es mit den Inhalten des Unterrichts nicht immer so ganz ernst gemeint hatte. Und dieser Christoph saß mit Irene im Französisch-Kurs in der 9. und 10. Klasse (1975/76) bei Madame Hermann. Und wenn er mal wieder etwas getan hatte, zeigte diese mit dem Finger auf ihn und sagte in ihrem französischen Akzent: „Dornbüüsch, lassen Sie das!“
Viele Jahre später - im Jahr 1998 - war ich nach verschiedenen beruflichen Stationen in der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn zuständig für die Themen City, Stadtmarketing und Einzelhandel. Ich wurde nun von einem Kollegen gebeten, mich als Moderator zwischen verschiedenen Interessen innerhalb und außerhalb der Stadt einzuschalten, um die Einführung eines Öko-Marktes in der Bonner Innenstadt zu beschleunigen. Hauptgesprächspartner außerhalb der Stadtverwaltung war der Geschäftsführende Gesellschafter der Kölner Firma Agrarkonzept GmbH, Herr Dornbusch.
Nachdem die Verhandlungen zu einem sehr guten Ergebnis geführt hatten und der Öko-Markt nun jeden Samstag neben dem Bonner Münster stattfindet, gab es seitens der Stadt den Bedarf, mit Herrn Dornbusch weitere Aspekte einer möglichen Kooperation zu besprechen. Also wurde ein Termin vereinbart, Herr Dornbusch kam, wir besprachen das eine und andere, und am Schluß der Sitzung beschlossen wir spontan, eine Gewerbebrache zu besichtigen. Es war schönes Wetter, und die Brombeeren auf dem Gelände schmeckten ausgezeichnet. So kamen Herr Dornbusch und ich ins Plaudern.
Er erzählte, daß er neben dem Kölner Öko-Markt auch den Leverkusener Öko-Markt betriebe. Ich wollte daraufhin wissen, wo dieser Markt sei, da ich aus Leverkusen wäre und mich dort recht gut auskennte. Und in diesem Zusammenhang sagte ich auch, daß ich 1979 auf dem Carl-Duisberg-Gymnasium Abitur gemacht hätte, und er antwortete: „Ich auch, 1980“.
In diesem Moment fiel mir wieder die Geschichte mit dem Französisch-Kurs ein, die Irene mir erzählt hatte. Und ich fragte ihn nun, ob er Christian oder so ähnlich hieße. Nach seiner Antwort „Christoph“ konnte ich ihm nun die Geschichte von Madame Hermann erzählen, und wir wechselten selbstverständlich sofort zum „Du“.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Spruch

Kaiser, König, Edelmann, ...
Hehler, Stehler, Kuntermann.

Quelle: Harry Hartzke, Abi 1979

 

Feuerwehr

Und dann gab es da noch die Feuerwehr!
Zu Zeiten der Oberstufe kam jedes Jahr an einem Nachmittag die freiwillige Feuerwehr, die bei BoBo einen Chemie-Lehrgang absolvierte. Jürgen Weber und ich waren regelmäßig dabei. Denen haben wir dann u.a. Explosionen (mit Kaliumperchlorat und rotem Phosphor) vorgeführt.
Der Clou war jedoch die Verbindung von Aceton mit Brom, beides flüssige Produkte, gemischt, langsam und vorsichtig erhitzt, bis es zur Reaktion kam. Ergebnis: Tränengas. Wir (Lehrer und Schüler) schnell in den Nebenraum, Feuerwehrleute Fenster aufgerissen und Augen gerieben. Der Leiter der Feuerwehr-Gruppe (war immer derselbe) kannte das schon, hat es jedesmal mitgemacht (!), ohne seinen Leuten etwas zu sagen.

Quelle: Horst Lang, Abi 1976

 

Dreifacher Rippenbruch

Anekdoten gibt‘s nicht nur aus der Schulzeit , sondern auch heute passieren noch erzählenswerte Stories!
Unsere 20-jährige Abifeier stieß, nach der 10-jährigen, ebenfalls wieder von große Resonanz, und wir hatten eine tolle Sommernachtsfeier im TENDER, dem alten Bahnhof Wiesdorf.
Bis zum frühen Morgen rockte ein harter Kern von etwa zehn Tanzwütigen auf Mick Jagger-Musik. Horst ist voll Ekstase dabei so unglücklich in einen an der Wand stehenden Tischstapel abgedriftet (worden?) und dort eingeschlagen , daß er bewegungslos liegen blieb.
Wir hatten dann kurz gemeinsam überlegt, ob wir den Notarzt rufen müßten, weil er bewußtlos war, kamen dann aber, nicht zuletzt aufgrund meiner kompetenten zahn-(!)medizinischen Einschätzung und Dieter Happs physiotherapeutisch-routiniertem Erfahrungsschatz:
1) "Kannst Du mich hören?" (was Horst be-"ja"-te!)
und daher voll ansprechbar zu sein schien, und darauf folgend:
2) " Kannst Du die Zehen bewegen?" und er dies ebenfalls be-"ja"-te ,
blitzschnell zu der gemeinsamen Überzeugung, daß alles OK sei und man ihn besser einfach ruhig in der Ecke liegen lassen sollte, da man jetzt ohnehin mit Taxis bald heimfahren wolle und die Kölschgläser ja noch nicht leer seien.
Alex Thumm waren die beiden Tests bei weitem nicht umfangreich genug und bestand weiterhin auf einem Notarztwagenruf, der jedoch die Fete wahrscheinlich gestört (beendet) hätte. So einigte man sich auf einen weiteren Gesundheitstest:
Alex verlangte von dem inzwischen wieder, zwar stark gekrümmt, aber immerhin aufrecht stehenden Horst, daß er sofort zum Zeichen seiner völligen Gesundung ein Kölsch auf ex trinken sollte.
Dies gelang ganz gut, nur war Alex mit dem Test immer noch nicht zufrieden, da sich Horst in seiner schmerzgekrümmten Haltung mit einer Hand dabei am Tresen festhielt, was nicht ganz OK sei. FREIHÄNDIG , müsse man das machen!
Horst gelang auch dieser zweite Test mit dem nächsten Kölsch auf ex.
Das immer noch schmerzverzerrte Gesicht dabei empfand er dann auch nicht mehr besorgniserregend, und nun konnte weitergefeiert werden.
Es war dann bereits wieder hell draußen, als wir zum Fetenende kamen und den immer noch sichtlich angeschlagenen Horst in ein Taxi schoben und mit aufmunternden Tipps, wie: "Jetzt bloß nicht hängenlassen" usw., moralisch aufbauten und uns alle verabschiedeten.
Am späten Nachmittag erinnerten wir uns, daß am Abend vorher doch irgend etwas mit Horst los war, und ein Anruf bei ihm erschreckte uns nicht schlecht, weil er inzwischen im Krankenhaus gewesen war und die wahre Diagnose bekommen hatte:
DREIFACHER RIPPENBRUCH NACH TANZUNFALL!
Das schlechte Gewissen veranlasste uns, für die nächsten zwei Wochen der langsamen Genesung täglich bei ihm anzurufen und ihm unsere geistige Anteilnahme zu bezeugen.
Auch heute, aus Sicht aller Beteiligten, eine suuuper gelungene 20-jährige Abifeier - und deswegen ist Horst`s Empfehlung, auch Jubiläums-Abifeten zu organisieren, als hoch kompetent einzustufen! (Siehe sein Eintrag unter Nr. 2 , im GÄSTEBUCH der 81`er) Also nur zu, 81`er !
Wir 76`er fahren im September drei Tage nach Unnau und haben da auch echte Mediziner, wie Gunti usw. dabei. Was soll also schiefgehen?
Quelle: Tony Fütterer, Abi 1976

 

Abschied von BoBo

Helmut Burkard - einer der beliebtesten Lehrer des Carl-Duisberg-Gymnasiums und von allen liebe- und respektvoll „BoBo“ genannt - starb im Februar 1979  nachts in seiner Wohnung in der Heinrich-Claas-Str. in Küppersteg, wahrscheinlich nach einem epileptischen Anfall.
Morgens begegnete einem weinend eine - sonst sehr lebenslustige Lehrerin, im Schulgebäude herrschte eine merkwürdige Stille, und die Schüler wurden nach Hause geschickt.
Jeder wird diesen Tag anders erlebt haben, aber eines ist sicher: Die ganze Schule trauerte!
Das Carl-Duisberg-Gymnasium veranstaltete auf dem Reuschenberger Friedhof eine Trauerfeier, an der mehrere hundert Schüler und Lehrer teilnahmen. Redner waren Karl Mutz, Hans Lutze und Peter Kuntermann. Und Kuntermann - als letzter Redner - sprach die Worte aus, die alles sagten: „Unser BoBo ist nicht mehr.“ Und in diesem Moment brach der halbe Friedhof in Tränen aus.
Die Beerdigung erfolgte einige Tage später in Offenbach. Von der Schule waren als offizielle Vertreter Direktor Karl Mutz und noch ein weiterer Lehrer dabei. Jochen Rapp, Jürgen Weber und Horst Lang sind als einzige Schüler auch hingefahren, rein privat, also ohne offiziellen Auftrag durch das CDG.
Familienangehörige von BoBo gab es nicht mehr, die Eltern waren verstorben, Geschwister hatte er keine.

Quelle: Horst Lang, Abi 1976, und Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Verwirrung bei der Fahrt zur Beerdigung in Offenbach

Bereits bei der Trauerfeier hatten wir drei (Jochen, Jürgen und Horst) vor, zur Beerdigung nach Offenbach zu fahren.
Wir haben dann so viele Trauerkränze wie möglich eingesammelt, um diese mitzunehmen. Als PKW diente uns der Benz von Jochens Vater, der in Urlaub war. Wir also den Kofferraum vom Benz vollgestopft mit so viel Kränzen, wie möglich.
Am Tag vor der Beerdigung kam Jochens Vater aus dem Urlaub zurück. Jochen stellte also vereinbarungsgemäß den Benz vor dem Kölner Hauptbahnhof ab, ohne an die Kränze im Kofferraum zu denken. Jochens Eltern kommen an, wollen die Koffer im Kofferraum verstauen und finden die Kränze, von denen sie nicht die geringste Ahnung hatten, wo diese herkommen.
Logische Folge: abgeben bei der Polizeihauptwache in Köln. Nun ja, bei Ankunft zu Hause konnte alles aufgeklärt werden. Aber, was nun? Also mußte ich mit dem alten Escort meiner Freundin (ein RIESEN-Transporter!!!) nach Köln, um die Kränze abzuholen. Wie ich den Herren Beamten alles erklären konnte, war natürlich nicht einfach, aber dann haben die herzlich gelacht und sogar noch mindestens zweieinhalb Augen zugedrückt, weil der Escort im Innenraum natürlich völlig überladen war. Zum Glück konnten wir dann tatsächlich mit dem Benz (und nicht mit dem Escort) nach Offenbach fahren.

Quelle: Horst Lang, Abi 1976

 

Phantomschüler

Vielleicht erinnert sich noch jemand an Karl-Heinz Seeländer. Karl-Heinz glänzte durch Abwesenheit und blieb für manche Lehrer des Jahrgangs ein Phantom. Unter den Schülern war Karl-Heinz sehr beliebt, was dazu führte, daß er in Abwesenheit, natürlich in Abwesenheit, gleich in mehreren Kursen zum Kurssprecher gewählt wurde.
Viele riskierten für ihn Kopf und Kragen: Als Englischlehrer Dr. Rau, das war der, dem beim „ti äitsch“ manchmal das Gebiß fliegen ging, sich entschloß, Karl-Heinz den Kurs zu nullen, war es - glaube ich - Uwe Zipter, der aufopferungsvoll für Karl-Heinz eine schriftliche Entschuldigung verfasste: „Mein Sohn Karl-Heinz konnte nicht zum Unterricht erscheinen, weil er seiner Großmutter Kuchen und Wein bringen mußte.“

Quelle: Wolfgang Robien, Abi 1976

 

Zitat

„Bandurski, Sie sind für mich der Inbegriff des Bösen“.
Mit diesem Zitat beteuerte unser Lieblingslehrer Dr. Otto „Tuffi“ Tiefelstorf seine „Sympathie“ für unseren „handzahmen“ Mitschüler.

Quelle: Eccard „Molli“ Schwarze, Abi 1979

 

Unappetitlich ...

Ein Schüler - Jürgen Weber - sollte ein Referat über Blut halten. Der Lehrer Helmut „BoBo“ Burkard hatte dafür beim Metzger ungeronnenes Schweineblut besorgt. Um die Katalase oder Peroxidase nachzuweisen, wurde Wasserstoffsuperoxid in blutgefüllte Standzylinder gegeben. Natürlich schäumte das Ganze stark auf, und der Schaum quoll über den Rand auf den Tisch.
Soweit so gut. Nur als dann der Referent zum Butterbrot griff, wurde der halben Klasse kotzschlecht. Allerdings hatte er die eine Hand in diesem Zylinder, um bekannt zu geben, daß durch diese Reaktion tatsächlich Wärme entsteht, die zweite Hand war gleichzeitig (!) an seinem Butterbrot, in das er herzhaft hineinbiß. Es war ein köstlicher Anblick!

Quelle: Horst Lang, Abi 1976

 

Große Ohren

Mathe-Grundkurs (12/1) bei „Ede“ Anhalt in Raum 214.
Raum 214 ist bekanntlich - gemeinsam mit 014 und 114 - nach Osten hin exponiert. Daraus folgt, daß die Sonne von morgens bis mittags - also während der Schulstunden - in diesen Raum hinein scheint. Eine zweite Besonderheit dieses Raumes sind seine Fenster: Diese sind um die waagerechte Achse schwenkbar und somit prima geeignet, das Sonnenlicht an (fast) jeden beliebigen Punkt des Raumes zu spiegeln, zu bestimmten Uhrzeiten besonders aber in Richtung Tafel.
Herr Anhalt hatte nun ein Paar besondere Ohren, die wir mit Hilfe der geschickt gekippten Fenster anleuchteten. Und im Schattenriß an der Tafel erschien nun überlebensgroß der Kopf des Lehrers mit zwei gigantischen Ohren. Alle Schüler hatten Mühe, die Haltung zu bewahren und nicht laut zu lachen. Herr Anhalt hat natürlich den Grund für diese Heiterkeit nicht bemerkt, denn jedes Mal, wenn er sich in Richtung Tafel - also in Richtung Schattenriß - umsah, waren logischerweise seine Ohren auf der Tafel verschwunden.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Lehrerparkplatz

Frau Däbritz (Englischlehrerin) hatte zwar nach eigener Aussage in Finnland auf zugefrorenen Seen den Führerschein gemacht, hat aber trotzdem so manches Mal ihr Auto beim Einparken auf dem Lehrerparkplatz etwas kürzer gemacht.

Quelle: Harry Hartzke, Abi 1979

 

Sittsirrrrrr!

Große Schulabschlußfahrt des 79er-Jahrgangs im April 1978 nach Athen.
Damals entwickelte sich das folgende Spielchen. Wir entdeckten auf der Agora (dem historischen Markplatz) - heute würde man sagen „virtuelle“ - Erdferkel (im richtigen Bio-Unterricht waren wir allerdings nicht so kreativ). Mit einem wilden Kampfschrei „Sittsirrrrr“ stürzten diese sich von hinten kommend zu zweit auf harmlose Touristen, die natürlich meist aus Cedisten bestanden, und bissen diese sehr real und ziemlich schmerzhaft in die Schultern.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Pallasch und die Taschen

Jeder kann sich erinnern, daß der Erdkunde-Fachraum im Keller, erstes Zimmer rechts, war - vollgestellt mit Tischen und einem schmalen Gang in der Mitte.
Leistungskurs Erdkunde bei Herrn Pallasch bestand darin, daß er immer durch diesen Gang ging und sich dabei fürchterlich aufregte, wenn die Schultaschen von den inneren Gangplätzen ihm im Weg waren. Wahrscheinlich konnte er dann nicht genügend hin und her schreiten.
Nun - es war mal wieder so weit, seine Stimmung war sowieso schon wieder schlecht, und er stolperte zum dritten Mal über eine Tasche in der ersten Reihe. Er ergriff diese wutentbrannt und warf sie aus dem - zum Glück - offenen Fenster. Nun war dies ja nicht so schlimm, denn wir waren ja im Keller.
Etwas später bemerkte Herr Pallasch, daß er seine eigene Tasche aus dem Fenster geworfen hatte. Ob diesen Versehens konnte er darüber aber ganz gelassen hinwegsehen.
Welch ein Lehrkörper!

Quelle: Lutz Kröhl, Abi 1976

 

Wachs-Phallus

Zu welchem Unsinn Schüler fähig sind, belegt auch die folgende Geschichte:
Es war mal wieder im Raum 214, es auch wieder Mathe-Grundkurs bei „Ede“ Anhalt angesagt, und es war auch wieder sehr heiß.
Es war so heiß, daß die Kerzen, die ein Mitschüler für zuhause hatte kaufen sollen, weich wurden. Irgendjemand kam nun auf die Idee, aus diesem weichen Wachs einen Phallus zu formen - weiß und leuchtend rot gestreift, wie die Kerzen halt waren.
Anschließend wurde das fertige Produkt an einen Faden gebunden und durch das offene Fenster zum Raum 114 hinabgelassen, wo gerade ein anderer Kurs derselben Stufe Unterricht hatte. Erstaunen und Gelächter unten waren groß - zumal man wußte, welche „Chaoten“ eine Etage höher am Werk waren.
Nebenbei bemerkt: Auch hiervon hat „Ede“ nichts mitbekommen.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Scheibenwischer

Der Erdkundelehrer Günther Thiele war mit uns Schülern stark überfordert. Und wenn es ihm zu heiß herging, stellte er sich vor die Klasse, wedelte heftig mit beiden Armen vor dem seinem Gesicht hin und her und versuchte, Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Wenn er denn so wedelte, kam bei uns der Spruch von den „Scheibenwischern“ auf.

Quelle: Irene Kuron, Abi 1979

 

Du da

Wie sagte „Tuffi“ Dr. Tiefelstorf immer, wenn er einen Schüler aufrief?
Er zeigte auf den Schüler mit dem Zeigefinger der rechten Hand, während sich der kleine Finger im 90-Grad-Winkel nach oben verbog, und sagte in seiner unnachahmlichen - etwas näselnden - Art und „weichem ‚d‘“: „Duu daa“.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Spruch

Die Tür geht auf,
ein Bauch kommt rein,
das kann doch nur der Waldi sein.

Über das Erscheinungsbild des sehr beliebten Lehrers Erich „Waldi“ Wagner (Latein, Geschichte, Politik)

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

Noch ein Phantomschüler

Ende der siebziger Jahre wurde im Fernsehen eine viel beachtete Serie über einen behinderten Jungen - einen Mongoloiden - gesendet. Der Junge hieß Walter Zabel. Und so lag es nahe, daß Walter - man war ja schließlich auf dem CD-Gymnasium für die Integration von Minderheiten - auch in den Genuß einer vernünftigen schulischen Ausbildung kommen sollte.
Walter Zabel wurde also in der 11 in verschiedene Kurse aufgenommen und fehlte meistens. Manchmal fand sich auch jemand, der an der entscheidenden Stelle „hier“ sagte - Walter saß virtuell immer in der letzten Reihe.
Auch Klausuren wurden von Walter mitgeschrieben - allerdings mit sehr schlechten Resultaten. Und es kam, was kommen mußte: Walter wurde nicht versetzt.

Quelle: Arnulf Marquardt-Kuron, Abi 1979

 

 

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